Projekt und Zielsetzung
Was ist das Problem, das wir lösen wollen?
Gewalt und Konflikte im schulischen und sozialen Umfeld nehmen zu, ob in der Klasse, im digitalen Raum oder im privaten Umfeld von Jugendlichen. Multiplikator:innen stehen unter Druck, aber es fehlt oft an konkretem, niedrigschwelligem Training. Unser Projekt schafft ein innovatives, anpassbares Angebot, das echte Fallbeispiele nutzt und durch hohe Flexibilität überzeugt.
Was ist ein Konflikttrainingsmodul?
Das Konflikttrainingsmodul ist ein digitales Weiterbildungsangebot für Fachkräfte, die mit jungen Menschen arbeiten. In immersiven 10 bis zu 30-minütigen Modulen trainieren Nutzenden in realitätsnahen Konfliktsituationen, z. B. Eskalationen im Klassenzimmer, respektloses Verhalten oder schwierige Gespräche mit Eltern. Ziel ist es, durch Übung in einem sicheren, simulierten Umgebung, die eigene Konfliktkompetenz nachhaltig zu stärken.
Der Clou: Ein KI-gestützter Trainer begleitet individuell und gibt direktes Feedback. So werden Handlungssicherheit und Konfliktkompetenz gestärkt – effektiv, flexibel und praxisnah.
Was unterscheidet unser Trainingsmodule von klassischen Seminaren zur Konfliktbearbeitung?
Unser digitalen Module bieten Ihnen im Gegensatz zu klassischen Seminaren absolute Flexibilität und Wiederholbarkeit. Unser digitales Konflikttrainingsmodul ist jederzeit und überall verfügbar. Alles, was Sie brauchen, ist eine VR-Brille oder ein Browser. Sie können Module so oft wiederholen, wie Sie möchten, um Ihre Fähigkeiten zu festigen und sich in verschiedenen Szenarien zu üben. Das Training passt sich Ihrem Zeitplan und Ihrem individuellen Lernfortschritt an. Ein weiterer wichtiger Unterschied ist Ihre aktive Rolle als Mitgestalter*in: Ihr Feedback fließt direkt in die Weiterentwicklung unserer Trainingsmodule ein.
Was kann mit den Konflikttrainingsmodulen erlernt werden?
Die Nutzer:innen trainieren, Konflikte frühzeitig zu erkennen, deeskalierend zu handeln und gewaltfrei zu kommunizieren. Dafür lernen sie in einer sicheren digitalen Umgebung und an interaktiven Szenarien Methoden, Techniken und Strategien der der Konfliktbearbeitung und können ihre Konfliktkompetenzen dort gezielt trainieren und weiterentwickeln.
Zielgruppen & Nutzen
Wer kann die VR-Trainings gebrauchen?
Die VR-Trainings richten sich an alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten – ganz gleich, ob in der Schule, in der offenen Jugendarbeit oder in sozialen Projekten. Konkret: Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter:innen, Fachkräfte in Jugendzentren, Berufsschulen oder Wohngruppen, aber auch Auszubildende im sozialen Bereich oder freiberufliche Trainer:innen und Coaches.
Wenn Sie im Kontext der Arbeit mit Jugendlichen Konflikte begleiten, Gespräche führen oder Gruppenprozesse moderieren, ist dieses Angebot optimal auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Egal ob als erfahrene Fachkraft oder Berufseinsteiger:in – das Training stärkt Ihre Konfliktkompetenz praxisnah und innovativ.
Welche Vorteile bringt eine Teilnahme für Schulen oder Jugendzentren konkret?
Durch die Teilnahme erhalten Schulen und Jugendzentren Zugang zu innovativen Trainingsmethoden, die die Konfliktkompetenz ihrer Fachkräfte stärken. Dies führt zu einem besseren Umgang mit Konflikten im Alltag und fördert ein positives Miteinander in der Einrichtung.
Können auch Jugendliche und Kinder die Trainingsmodule nutzen?
Die Trainingsmodule sind primär für Multiplikator:innen konzipiert, also für Fachkräfte, die mit jungen Menschen arbeiten und Konflikte begleiten, Gespräche führen oder Gruppenprozesse moderieren. Perspektivisch, ab 2027, soll es auch Angebote für die Kinder und Jugendliche geben.
Beteiligung & Mitgestaltung
Wie kann ich mitmachen?
In der ersten Phase möchten wir gemeinsam mit Ihnen ermitteln, welche Konflikte in der Jugendarbeit besonders herausfordernd sind. Auf diese Weise entwickeln wir VR-Trainings, die wirklich passen.
Registrieren Sie sich jetzt und unterstützen Sie uns, realitätsnahe und praxistaugliche Trainingsmodule zu entwerfen. Ihr Feedback fließt direkt in die Entwicklung ein. Zur Anmeldung im Entwicklungsnetzwerk schreiben Sie uns gerne an: vr@crisp-berlin.org
Sie können sich durch Online-Umfragen, digitale Tools für Jugendliche, Webinare, Netzwerktreffen und Gesprächsrunden einbringen – je nach Zeit und Interesse. Als Tester:in der ersten Module gestalten Sie die Lerninhalte aktiv mit. Auch längerfristige Partnerschaften sind möglich.
Wie kann ich mein eigenes Konfliktszenario für eine VR-Simulation einreichen?
Wir freuen uns über Ihre Praxisbeispiele! Wenn Sie ein spezifisches Konfliktszenario aus Ihrem Arbeitsalltag haben, das Sie für ein VR-Training geeignet halten, senden Sie uns bitte eine Beschreibung an vr@crisp-berlin.org. Wir prüfen die Möglichkeit einer Integration in unsere Module.
Wie kann ich Feedback zu einem Training geben oder Verbesserungsvorschläge einreichen?
Ihr Feedback ist uns wichtig! Nach jedem Training haben Sie die Möglichkeit, direkt über ein integriertes Tool Rückmeldungen zu geben. Alternativ können Sie uns jederzeit per E-Mail unter vr@crisp-berlin.org kontaktieren. Ihre Anregungen fließen direkt in die Weiterentwicklung der Module ein.
Was passiert mit den Ergebnissen der Umfragen und Beteiligungen?
Die gesammelten Daten aus Umfragen und Beteiligungen werden anonymisiert ausgewertet und dienen ausschließlich der Verbesserung unserer Trainingsmodule. Die Ergebnisse werden auf der Projektwebseite veröffentlicht und anderen Forschungsinstitutionen zugänglich gemacht. Ihre Rückmeldungen helfen uns, die Inhalte praxisnah und bedarfsgerecht zu gestalten.
Inhalte und Didaktik
Wie funktioniert das Training?
Das Training besteht aus interaktiven, 20- bis 30-minütigen Modulen, die mit einer VR-Brille oder im Browser durchgeführt werden. In realitätsnahen Szenarien treffen die Teilnehmenden Entscheidungen, reagieren auf Veränderungen und reflektieren ihr Verhalten. Sie interagieren dabei in Echtzeit mit virtuellen Avataren (Agenten). Die Module sind wiederholbar und anpassbar. Ein KI-gestützter Personal- Trainer gibt Tipps, um den Lernprozess zu optimieren und Konfliktkompetenzen effektiv zu entwickeln. Wie profitiere ich von einer aktiven Teilnahme am Projekt?
Sie bekommen exklusiven Zugang zu modernster technologiegetriebener Weiterbildung, stärken Ihre Konfliktfähigkeit und können neue Methoden in Ihrem Arbeitsfeld einsetzen. Zudem werden Sie Teil einer Community of Practice, die sich gemeinsam weiterentwickelt sowie Wissen und Erfahrungen austauscht. Ihr Input fließt direkt in die Gestaltung und Weiterentwicklung der Module ein – Sie werden zur Mitgestalter:in und zum Lernpionier:in.
Welche Konfliktthemen werden in den Simulationen abgebildet?
Unsere Trainings decken eine Vielzahl realitätsnaher Konfliktsituationen ab, darunter Eskalationen im Klassenzimmer, respektloses Verhalten, schwierige Gespräche mit Eltern sowie digitale Konflikte wie Cybermobbing. Die Szenarien basieren auf echten Fallbeispielen und werden kontinuierlich erweitert, um aktuelle Herausforderungen in der Jugendarbeit abzubilden.
Werden auch Themen wie Cybermobbing oder digitale Konflikte behandelt?
Ja, digitale Konflikte sind ein zentraler Bestandteil unserer Trainings. Wir behandeln Themen wie Cybermobbing, Hass und Hetze im Netz und Konflikte in sozialen Netzwerken, um Fachkräfte auf die
Herausforderungen der digitalen Lebenswelt von Jugendlichen vorzubereiten.
Welche Sicherheitsvorkehrungen gibt es beim Umgang mit sensiblen Konfliktthemen in der Simulation?
Unsere Trainings sind so konzipiert, dass sie einen sicheren Raum für die Auseinandersetzung mit sensiblen Themen bieten. Die Szenarien sind pädagogisch aufbereitet und ermöglichen eine reflektierte Auseinandersetzung ohne reale Konsequenzen. Bei Bedarf stehen begleitende Materialien und Ansprechpartner:innen zur Verfügung.
Wie barrierefrei sind die VR-Trainings gestaltet? (z.B. für Menschen mit Behinderungen)
Wir legen großen Wert auf Barrierefreiheit. Die Trainings sind über den Browser zugänglich. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Module für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zu optimieren. Bei spezifischen Anforderungen kontaktieren Sie uns bitte, damit wir individuelle Lösungen finden können.
Technische Fragen & Teilnahmebedingungen
Welche technischen Voraussetzungen gibt es?
Das Training ist mit handelsüblichen VR-Brillen (z. B. Meta Quest) oder im Internet-Browser nutzbar. Benötigt werden eine stabile Internetverbindung und ein Endgerät mit Lautsprecher und Mikrofon.
Brauche ich eine eigene VR-Brille?
Nein! Die Module können auch ganz einfach über den Internet-Browser genutzt werden. Falls Sie eine gängige VR-Brille (z. B. Meta Quest) besitzen, können Sie die VR-Trainingseinheiten dort über den jeweiligen App-Shop installieren.
Gibt es Zertifikate oder Nachweise nach dem Absolvieren eines Trainings?
Ja, nach Abschluss eines Trainingsmoduls erhalten Sie auf Wunsch ein Teilnahmezertifikat. Dieses dokumentiert Ihre Auseinandersetzung mit den behandelten Konfliktthemen und kann beispielsweise für Fortbildungsnachweise genutzt werden.
Wann startet das Angebot?
Die ersten Trainingsmodule sind voraussichtlich ab Frühjahr 2026 verfügbar. Bereits vorher können interessierte Fachkräfte Teil unseres Entwicklungsnetzwerks werden, um Szenarien mitzugestalten und eigene Bedarfe einzubringen.
Registrieren Sie sich jetzt und unterstützen Sie uns, realitätsnahe und praxistaugliche Trainingsmodule zu entwerfen. Ihr Feedback fließt direkt in die Entwicklung ein. Zur Anmeldung im Entwicklungsnetzwerk schreiben Sie uns gerne an: vr@crisp-berlin.org.
Ist das Angebot kostenpflichtig?
Die Teilnahme an der Pilot- und Entwicklungsphase ist kostenfrei. Informationen zu Preisen und Lizenzen für die reguläre Nutzung ab 2026 werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Trägerschaft, Kontakt & Datenschutz
Wer steht hinter dem Projekt (Team/Träger)?
Hinter der Konflikttrainingssimulation steht CRISP e.V., ein gemeinnütziger Verein, der sich in den Bereichen zivile Konfliktbearbeitung und politische Bildung engagiert. CRISP e.V. fördert eine kritische, transnationale demokratische Kultur und unterstützt den konstruktiven Dialog zwischen verschiedenen Gruppen. Ziel aller Aktivitäten ist die internationale und interkulturelle Verständigung, die Förderung von Toleranz und demokratischen Werten sowie eine Kultur der gewaltfreien Konfliktbearbeitung. Das Projekt ist eines der Innovationsprojekte im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben, gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Wie kann ich Kontakt aufnehmen?
Für Fragen oder zur Anmeldung im Entwicklungsnetzwerk schreiben Sie uns gerne an: vr@crisp-berlin.org.
Was ist mit dem Datenschutz? Welche persönlichen Daten muss ich preisgeben?
Der Schutz Ihrer Daten ist uns ein wichtiges Anliegen. Für die Nutzung der Trainingsmodule erfassen wir nur die notwendigsten Informationen, wie z. B. Ihre E-Mail-Adresse für die Registrierung. Alle Daten werden gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verarbeitet und nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
